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BARF-Leckerlis selbermachen – gesunde Snacks für Training und zwischendurch

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BARF-Leckerlis selbermachen – gesunde Snacks für Training und zwischendurch

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Kennst du das? Du barfst deinen Hund mit bester Rohkost, achtest auf Qualität und Zusammensetzung – und dann greifst du für das Training zu Leckerlis, die mehr Zusatzstoffe enthalten als eine Tütensuppe. Das ging mir genauso, bis mir aufgefallen ist, wie absurd das eigentlich ist. Seitdem mache ich unsere Leckerlis und Snacks selbst, und ich verspreche dir: Es ist viel einfacher, als du denkst.

Warum selbstgemachte Leckerlis besser sind

Ein Blick auf die Zutatenliste vieler handelsüblicher Leckerlis reicht, um ins Grübeln zu kommen: Getreidemehl, Zucker, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Aromen und jede Menge Füllstoffe. Das Fleisch – wenn überhaupt echtes Fleisch drin ist – steht oft weit hinten in der Liste. Für einen Hund, den du bewusst mit rohem, natürlichem Futter ernährst, passt das nicht zusammen.

Selbstgemachte Leckerlis haben klare Vorteile:

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  • Du weißt genau, was drin ist.
  • Keine Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder versteckten Zucker.
  • Anpassbar: Bei Allergien kannst du problematische Zutaten einfach weglassen.
  • Frisch: Keine monatelang haltbaren Industrieprodukte, sondern frische Snacks.
  • Günstiger: Die Zutaten hast du als BARFer sowieso im Haus.
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Wichtig zu wissen: Leckerlis und Snacks zählen zur Tagesration! Wenn dein Hund viele Leckerlis bekommt (zum Beispiel an intensiven Trainingstagen), reduziere die Hauptmahlzeit entsprechend. Sonst wird dein Hund auf Dauer zu viel Kalorien aufnehmen.

Rezept 1: Getrocknetes Fleisch aus dem Backofen

Der absolute Klassiker und gleichzeitig das einfachste Leckerli überhaupt. Du brauchst nur eine Zutat: Fleisch.

Zutaten

  • 500 Gramm mageres Fleisch (Hühnerbrust, Rinderherz, Putenbrust oder Pferdefleisch)

Zubereitung

  1. Fleisch in dünne Streifen oder Scheiben schneiden (ca. 3-5 mm dick). Je dünner, desto schneller trocknet es.
  2. Backofen auf 70 bis 80 Grad vorheizen (Umluft). Zu hohe Temperaturen kochen das Fleisch, statt es zu trocknen.
  3. Fleischstreifen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, nicht übereinander.
  4. Einen Holzlöffel in die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  5. Je nach Dicke 3 bis 5 Stunden trocknen lassen, bis das Fleisch ledrig-fest ist.
  6. Abkühlen lassen, in Stücke brechen oder schneiden.
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Haltbarkeit: In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank etwa zwei Wochen. Im Gefrierfach mehrere Monate.

Variante für Eilige: Wenn dir der Backofen zu lange dauert, investiere in einen Dörrautomaten. Damit geht das Trocknen schneller, gleichmäßiger und energiesparender. Mein Dörrautomat war eine der besten Anschaffungen für die Hunde-Küche.

Rezept 2: Leberwürfel – der unwiderstehliche High-Value-Snack

Leber ist für die meisten Hunde absolut unwiderstehlich. Diese Leberwürfel eignen sich perfekt als High-Value-Belohnung beim Training, wenn du die volle Aufmerksamkeit deines Hundes brauchst.

Zutaten

  • 300 Gramm Rinderleber (oder Hühnerleber)
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel Kokosmehl oder gemahlene Leinsamen (optional, als Bindemittel)

Zubereitung

  1. Leber im Mixer oder mit dem Stabmixer pürieren.
  2. Eier und Bindemittel untermischen, bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen (ca. 1 cm dick).
  4. Bei 160 Grad (Umluft) etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis die Masse fest ist.
  5. Abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.
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Haltbarkeit: Im Kühlschrank etwa eine Woche. Portionsweise einfrieren für längere Haltbarkeit.

Rezept 3: Gefrorene BARF-Pralinen

Perfekt für den Sommer oder als Beschäftigung. Dein Hund muss die Pralinen schlecken, bis sie aufgetaut sind – das hält ihn beschäftigt und kühlt gleichzeitig.

Zutaten

  • 200 Gramm gewolftes Fleisch
  • 100 Gramm Naturjoghurt (laktosefrei oder wenig Laktose)
  • 1 Esslöffel Lachsöl
  • Püriertes Gemüse nach Wahl (Karotte, Zucchini, Kürbis)

Zubereitung

  1. Alle Zutaten gut vermischen.
  2. In Silikonformen (Eiswürfelformen, Pralinenformen) füllen.
  3. Mindestens vier Stunden einfrieren.
  4. Einzeln herauslösen und als Snack geben.

Rezept 4: Gemüse-Chips für kalorienbewusste Hunde

Für Hunde, die abnehmen sollen oder bei denen du die Kalorienzufuhr durch Leckerlis gering halten willst, sind Gemüse-Chips eine tolle Alternative.

Zutaten

  • Süßkartoffel, Zucchini oder Kürbis
  • Optional: Ein Hauch Kokosöl zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Gemüse in hauchdünne Scheiben hobeln (Mandoline oder scharfes Messer).
  2. Auf einem Blech mit Backpapier ausbreiten.
  3. Bei 80 Grad (Umluft) zwei bis drei Stunden trocknen, bis die Scheiben knusprig sind.
  4. Abkühlen lassen und in einer Dose aufbewahren.
Achtung bei Süßkartoffel: Süßkartoffel muss immer gegart oder getrocknet werden – roh ist sie für Hunde schwer verdaulich. Durch das Trocknen im Ofen wird sie perfekt verträglich und die meisten Hunde lieben den süßlichen Geschmack.

Rezept 5: Knochenbrühe-Eiswürfel

Das einfachste Rezept der Welt und trotzdem genial. Koche eine kräftige Knochenbrühe (Rinder- oder Hühnerknochen, Wasser, ein Schuss Apfelessig, 12 bis 24 Stunden köcheln lassen), siebe die Knochen ab und friere die Brühe in Eiswürfelbehältern ein. Fertig! Ein einzelner Brühe-Eiswürfel ist ein kalorienarmer, nahrhafter Snack, der Kollagen, Mineralien und Aminosäuren liefert.

Training-Leckerlis: Klein, weich, schnell

Für das Hundetraining brauchst du Leckerlis, die bestimmte Anforderungen erfüllen. Sie müssen klein sein (erbsengroß reicht), damit dein Hund sie schnell schlucken kann, ohne kauen zu müssen. Sie sollten weich sein, damit das Kauen nicht vom Training ablenkt. Und sie sollten hochwertig genug sein, dass dein Hund motiviert bleibt.

Meine Training-Favoriten:

  • Kleine Leberwürfel – weich, hochwertig, unwiderstehlich
  • Käsewürfel – gut in der Tasche zu transportieren, die meisten Hunde lieben Käse
  • Getrocknete Lungenstücke – leicht, geruchsintensiv, kalorienarm
  • Winzige rohe Fleischstücke – für den Rückruf das Beste überhaupt
Bitte nicht: Leberwurst aus der Tube als Trainingsleckerli verwenden. Ja, Hunde lieben Leberwurst. Aber handelsübliche Leberwurst enthält Salz, Gewürze und Konservierungsstoffe, die für Hunde nicht ideal sind. Mach lieber deine eigene Leber-Paste: Leber pürieren, in eine Quetschflasche füllen, fertig.

Mein Leckerli-Fazit

Selbstgemachte Leckerlis sind kein Hexenwerk. Mit ein bisschen Vorbereitung am Wochenende hast du für die ganze Woche gesunde Snacks, die dein Hund liebt und die perfekt zu seiner BARF-Ernährung passen. Kein Zucker, keine Konservierungsstoffe, keine fragwürdigen Zutaten – nur echtes Futter in handlicher Snackform. Dein Hund wird dich dafür lieben, und du kannst mit gutem Gewissen belohnen.

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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 30. Mai 2026.

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