🐾🐾
Wissen/Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest

Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest

BARFguide··0 Aufrufe
Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest

Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.

fütterunggrundlagenverdauungfutterplan

Eine der häufigsten Fragen von BARF-Anfängern: „Wann soll ich meinen Hund füttern?" Und gleich danach: „Wie oft am Tag?" Die gute Nachricht: Es gibt keine perfekte Uhrzeit, die für alle Hunde gilt. Aber es gibt Prinzipien, die die Verdauung unterstützen und deinem Hund guttun.

Wie oft füttern: 1x, 2x oder 3x am Tag?

Erwachsene Hunde: 1–2 Mahlzeiten

Die meisten erwachsenen Hunde kommen mit zwei Mahlzeiten am Tag am besten zurecht. Die Tagesration wird morgens und abends aufgeteilt, das verteilt die Verdauungsarbeit gleichmäßig und hält den Blutzucker stabil.

Manche BARF-Fütterer geben nur eine Mahlzeit am Tag. Das kann funktionieren, hat aber Nachteile: Der Magen wird stärker belastet, das Hungergefühl zwischendurch ist größer und bei empfindlichen Hunden steigt das Risiko für Galleerbrechen (gelbes Erbrechen auf leeren Magen).

Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest — practical guide overview
Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest

Welpen: 3–4 Mahlzeiten

  • 8–16 Wochen: 4 Mahlzeiten
  • 4–6 Monate: 3 Mahlzeiten
  • Ab 6 Monate: 2–3 Mahlzeiten
  • Ab 12 Monate: 2 Mahlzeiten (bei großen Rassen ab 18 Monate)
🌾

NaturVet Bierhefe Pulver 500g

B-Vitamin-reiches Bierhefepulver, unterstützt Fell, Haut und Nervensystem beim Barfen.

* Affiliate-Link, wir erhalten eine kleine Provision

Bei Amazon ansehen →

Senioren: 2–3 Mahlzeiten

Ältere Hunde profitieren oft von kleineren, häufigeren Mahlzeiten. Der Stoffwechsel wird langsamer, und der Magen verträgt große Portionen schlechter.

LAKANA Küchenwaage Digital 15kg Edelstahl

* Affiliate-Link, wir erhalten eine kleine Provision

Bei Amazon ansehen →

Morgens oder abends füttern?

Bei zwei Mahlzeiten am Tag hat sich dieser Rhythmus bewährt:

  • Morgens (7–9 Uhr): Die leichtere Mahlzeit, z. B. Gemüse-Fleisch-Mix, Fisch oder eine kleinere Portion.
  • Abends (17–19 Uhr): Die Hauptmahlzeit, fleischige Knochen, größere Fleischportionen, Pansen oder Blättermagen.

Warum abends die Hauptmahlzeit? Hunde haben nach dem Fressen ein starkes Ruhebedürfnis. Abends können sie in Ruhe verdauen und schlafen. Morgens vor dem Spaziergang eine leichtere Mahlzeit zu geben, beugt Magenproblemen beim Toben vor.

Zeitabstand zum Spaziergang

Ein wichtiges Thema, das viele unterschätzen:

Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest — step-by-step visual example
Fütterungszeiten beim Barfen: Wann und wie oft du füttern solltest
Regel: Zwischen der Fütterung und anstrengender Bewegung (Toben, Rennen, Spielen) sollten mindestens 60–90 Minuten liegen. Bei großen Rassen sogar 2 Stunden. Das minimiert das Risiko einer Magendrehung und verhindert Unwohlsein.

Ein ruhiger Spaziergang zum Lösen ist nach 20–30 Minuten möglich. Wildes Toben, Agility oder Ball spielen aber erst nach der Wartezeit.

Feste Zeiten oder flexibel?

Hunde sind Gewohnheitstiere. Ein fester Fütterungsrhythmus hat klare Vorteile:

  • Die Verdauung stellt sich auf feste Zeiten ein, Magensäureproduktion und Darmmotilität werden vorhersagbar.
  • Dein Hund wird ruhiger, weil er weiß, wann es Futter gibt, weniger Betteln.
  • Du merkst schneller, wenn dein Hund eine Mahlzeit auslässt (frühes Warnsignal für Unwohlsein).
  • Die Stubenreinheit bei Welpen wird einfacher, wenn die Verdauungszeiten vorhersagbar sind.

Das bedeutet nicht, dass du auf die Minute genau füttern musst. Eine Schwankung von 30–60 Minuten ist völlig in Ordnung. Aber versuche, den groben Rhythmus beizubehalten.

Fleischige Knochen: Wann am besten?

Knochenmahlzeiten brauchen länger in der Verdauung als reines Muskelfleisch. Deshalb empfiehlt es sich:

  • Knochen am Abend füttern, dein Hund hat die ganze Nacht Zeit zum Verdauen.
  • Knochen nicht an sehr aktiven Tagen geben.
  • Innereien (Leber, Niere) eher morgens, sie werden schneller verdaut.

Einmal oder zweimal täglich fuettern

Erwachsene Hunde ab 12 Monaten können einmal oder zweimal täglich gefuettert werden. Einmal fuettern: Die größere Portion regt die Magensaeure stärker an und verdaut Knochen besser. Ideal für Hunde, die rohe fleischige Knochen (RFK) gut vertragen. Zweimal fuettern: Kleinere Portionen belasten den Magen weniger, reduzieren Blaeungen und eignen sich besser für grosse Rassen über 30 kg (geringeres Magendrehungsrisiko). Welpen unter 6 Monaten brauchen 3 bis 4 Mahlzeiten täglich, von 6 bis 12 Monaten 2 Mahlzeiten.

Ruhepause nach dem Fressen

Nach jeder Mahlzeit braucht dein Hund mindestens 60 Minuten Ruhe, bei grossen Rassen (Dogge, Schaeferhund, Labrador) sogar 90 Minuten. Toben, Rennen und Spielen mit vollem Magen erhoeh das Risiko einer Magendrehung, eine lebensbedrohliche Notfallsituation. Plane die Fuetterung so, dass die Ruhephase in deinen Tagesablauf passt: Morgens fuettern, wenn danach ein ruhiger Vormittag folgt. Abends fuettern, wenn der Hund sich danach für die Nacht hinlegt.

BARF-Mahlzeiten richtig aufteilen

Trenne Fleisch- und Gemuesemahlzeiten nicht voneinander. Die häufig empfohlene Methode "morgens Fleisch, abends Gemuese" hat keinen wissenschaftlichen Vorteil. Mische in jede Mahlzeit alle Komponenten: Muskelfleisch, Innereien, Gemuese, Oel und Zusaetze. Der Magen verarbeitet gemischte Rationen genauso effizient wie getrennte. Einzige Ausnahme: Knochenmahlzeiten (RFK) gibst du am besten separat, damit der Magen die noetige Säure konzentriert produzieren kann.

Fastentag einlegen: ja oder nein

Ein Fastentag pro Woche ahmt das natürliche Fressverhalten von Woelfen nach (Fang, Fressen, Pause). Gesunde, erwachsene Hunde profitieren von einem Fastentag: Die Verdauung regeneriert sich, und Autophagie (zellulaere Selbstreinigung) wird angeregt. Biete an Fastentagen nur Wasser und einen Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut zum Kauen an. Ausnahmen: Kein Fasten für Welpen, traechtige Huendinnen, kranke oder untergewichtige Hunde und Diabetiker. Starte den Fastentag nach einem Tag mit normaler Futterration, nie nach einem bereits reduzierten Tag.

Futter stehen lassen oder zeitbegrenzt anbieten?

Empfehlenswert ist die Zeitbegrenzung: Stelle den Napf 15–20 Minuten hin. Was in dieser Zeit nicht gefressen wird, kommt weg (im Kühlschrank lagern und zur nächsten Mahlzeit anbieten). Das hat mehrere Vorteile:

  • Dein Hund lernt, zügig zu fressen
  • Rohes Futter steht nicht stundenlang bei Raumtemperatur (Keime!)
  • Du behältst den Überblick, wie viel dein Hund frisst
Zusammenfassung: Erwachsene Hunde barfst du am besten zweimal täglich, morgens eine leichtere Mahlzeit, abends die Hauptmahlzeit. Halte feste Zeiten ein und lasse mindestens 60 Minuten Pause zwischen Fütterung und Bewegung. Knochen gehören an den Abend, Innereien an den Morgen. Ein fester Rhythmus unterstützt die Verdauung und gibt deinem Hund Sicherheit.
🧭Teil unseres Themen-Hubs: BARF-Fütterung
Mit Hundefreunden teilen:

BARF-Tipps für glückliche Hunde

Neue Rezepte, Futterpläne und Tipps rund ums Barfen – direkt in dein Postfach.

🎁 Gratis dazu: BARF-Starter-Checkliste (PDF)

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

📖

Mehr entdecken

Alle Artikel auf BARFguide

Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 12. September 2026.

Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.

Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@barfguide.de