BARF Futtermengen: So berechnest du die richtige Tagesmenge
Du hast dich entschieden, deinen Hund zu barfen – herzlichen Glückwunsch! Doch eine der ersten Fragen, die sich stellt, lautet: Wie viel Futter braucht mein Hund eigentlich pro Tag? Zu viel führt zu Übergewicht und Organbelastung, zu wenig zu Mangelerscheinungen und Energiedefizit. Die richtige Menge zu finden, ist entscheidend für die Gesundheit deines Vierbeiners.
Das Problem: Falsche Futtermengen beim BARFen
Viele Hundehalter übernehmen einfach die Mengenangaben vom Fertigfutter – und liegen damit beim BARFen oft komplett daneben. Rohfutter hat eine andere Energiedichte als Trockenfutter. Dazu kommt, dass jeder Hund individuell ist: Alter, Aktivitätslevel, Rasse, Stoffwechsel und Gesundheitszustand spielen eine große Rolle.
Die häufigsten Fehler, die wir sehen:
- Überfütterung: Der Hund nimmt stetig zu, wird träge, Gelenke werden belastet.
- Unterfütterung: Stumpfes Fell, Energiemangel, Gewichtsverlust trotz regelmäßiger Mahlzeiten.
- Falsche Verteilung: Zu viel Fleisch, zu wenig Innereien, Knochen oder pflanzliche Anteile.
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Die Lösung: Die richtige Futtermenge berechnen
Die Grundregel beim BARFen lautet: Ein erwachsener, normalgewichtiger Hund bekommt täglich etwa 2–3 % seines Körpergewichts als Futter. Bei einem 25-kg-Hund sind das also 500–750 g pro Tag. Doch diese Faustformel ist nur der Ausgangspunkt.
Welpen brauchen deutlich mehr – bis zu 6–8 % des Körpergewichts – weil sie im Wachstum stecken. Senioren und wenig aktive Hunde kommen oft mit 2 % aus. Hochaktive Arbeitshunde oder Windhunde können sogar 4 % benötigen.
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So funktioniert die Berechnung Schritt für Schritt
Schritt 1: Idealgewicht ermitteln. Wiege deinen Hund oder schätze sein Idealgewicht. Nicht das aktuelle Gewicht zählt, sondern das Zielgewicht – besonders bei übergewichtigen Hunden.
Schritt 2: Prozentsatz wählen. Für normalaktive Hunde starte mit 2,5 %. Beobachte über 2–3 Wochen, ob dein Hund zu- oder abnimmt, und passe dann an.
Schritt 3: Aufteilung festlegen. Die Gesamtmenge wird typisch aufgeteilt in:
- 80 % tierischer Anteil (davon 50 % Muskelfleisch, 15 % Pansen/Blättermagen, 15 % Innereien, 20 % rohe fleischige Knochen)
- 20 % pflanzlicher Anteil (Gemüse, Obst, Öle)
Schritt 4: Beobachten und anpassen. Dein Hund zeigt dir, ob die Menge stimmt. Ideal: Die Rippen sind leicht tastbar, die Taille von oben sichtbar, das Energielevel konstant.
Besondere Situationen berücksichtigen
Bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen steigt der Bedarf auf 4–6 %. Bei kranken Hunden – etwa nach Operationen – solltest du den Futterplan mit deinem Tierarzt abstimmen. Auch Kastrationen können den Stoffwechsel verändern. Beobachte deinen Hund immer genau und reagiere auf Veränderungen.
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Häufige Fragen
Wie oft am Tag sollte ich meinen Hund füttern?
Erwachsene Hunde bekommen in der Regel 1–2 Mahlzeiten pro Tag. Welpen bis 6 Monate sollten 3–4 Mahlzeiten bekommen. Die berechnete Tagesmenge wird einfach auf die Mahlzeiten aufgeteilt.
Mein Hund nimmt trotz korrekter Menge zu – was tun?
Reduziere die Futtermenge um 10 % und beobachte über zwei Wochen. Prüfe auch, ob Leckerlis und Kauartikel in die Tagesration eingerechnet werden – die werden oft vergessen.
Gilt die 2-3 % Regel auch für kleine Rassen?
Kleine Hunde haben einen höheren Grundumsatz pro Kilogramm Körpergewicht. Starte bei kleinen Rassen eher mit 3 % und passe nach Bedarf an. Ein 5-kg-Chihuahua braucht relativ gesehen mehr als ein 40-kg-Labrador.
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