BARF-Wochenplan selbst erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Wenn du mit BARF anfängst, kann die tägliche Planung ganz schön überwältigend wirken. Was kommt heute in den Napf? Habe ich genug Innereien diese Woche? Bekommt mein Hund wirklich alles, was er braucht? Ein durchdachter Wochenplan nimmt dir diesen Stress komplett, und so erstellst du ihn.
Schritt 1: Tagesbedarf berechnen
Bevor du irgendetwas planst, brauchst du eine Zahl: Wie viel Gramm Futter braucht dein Hund pro Tag?
Die Faustregel:
- Erwachsener Hund, normal aktiv: 2–3 % des Körpergewichts
- Sehr aktiver Hund / Sporthund: 3–4 % des Körpergewichts
- Welpe (4–6 Monate): 5–6 % des Körpergewichts
- Senior / wenig aktiv: 1,5–2 % des Körpergewichts
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Rechenbeispiel: Dein Hund wiegt 20 kg und ist normal aktiv. Bei 2,5 % ergibt das: 20.000 g × 0,025 = 500 g pro Tag.
Schritt 2: Tagesration aufteilen
Jetzt verteilst du die Tagesmenge auf die einzelnen Komponenten. Hier die Standardaufteilung:
| Komponente | Anteil | Bei 500 g/Tag |
|---|---|---|
| Muskelfleisch | 45–50 % | 225–250 g |
| Rohe fleischige Knochen (RFK) | 15–20 % | 75–100 g |
| Pansen / Blättermagen | 10–15 % | 50–75 g |
| Innereien (Leber, Niere, Milz) | 10–15 % | 50–75 g |
| Gemüse & Obst | 15–20 % | 75–100 g |
Schritt 3: Fleischsorten für die Woche festlegen
Plane mindestens 3–4 verschiedene Proteinquellen pro Woche. Hier ein Beispiel:
- Montag & Donnerstag: Rind
- Dienstag & Freitag: Geflügel (Huhn oder Pute)
- Mittwoch: Lamm
- Samstag: Wild oder Pferd
- Sonntag: Fisch (optional, 1x pro Woche)
Schritt 4: Der fertige 7-Tage-Plan
Hier ein kompletter Wochenplan für einen 20-kg-Hund mit 500 g Tagesbedarf:
| Tag | Morgens (250 g) | Abends (250 g) |
|---|---|---|
| Mo | Rind-Muskelfleisch + Karotten/Zucchini | Hühnerhälse + Rinderleber + Kürbis |
| Di | Putenfleisch + Pansen + Brokkoli | Pute + Niere + Apfel |
| Mi | Lamm-Muskelfleisch + Gurke/Spinat | Lammrippen (RFK) + Blättermagen |
| Do | Rind-Gulasch + Zucchini + Leber | Rind + Kalbsknochen (RFK) + Karotten |
| Fr | Hühnchenschenkel + Pansen + Beeren | Hühnchen + Milz + Kürbis |
| Sa | Wild-Muskelfleisch + Gemüse-Mix | Wild + Hühnerhälse + Apfel |
| So | Lachs (roh oder leicht gedünstet) + Gemüse | Rind + Pansen + Leber |
Täglich dazu: Lachsöl, Seealgenmehl, bei Bedarf Vitamin E.
Schritt 5: Meal-Prep, Vorportionieren spart Zeit
Der beste Tipp: Portioniere einmal pro Woche vor. Kauf am Wochenende ein, wiege alles ab und verpacke die Tagesrationen in einzelne Behälter oder Gefrierbeutel. So brauchst du morgens nur noch einen Beutel aus dem Kühlschrank zu nehmen.
So geht Meal-Prep für eine Woche:
- Schritt 1: Alle Fleischsorten in Portionsgrößen schneiden
- Schritt 2: Innereien klein schneiden und auf die Tage verteilen
- Schritt 3: Gemüse pürieren oder fein raspeln und portionieren
- Schritt 4: Pro Tag eine Box vorbereiten (oder in Zip-Beuteln einfrieren)
- Schritt 5: Knochen separat in einer Box aufbewahren
Häufige Planungsfehler vermeiden
- Zu viel Leber: Maximal 5 % der Gesamtration. Zu viel führt zu Vitamin-A-Überdosierung
- Zu wenig Knochen: Ohne RFK fehlt Kalzium. Mindestens 15 % RFK einplanen
- Zu wenig Abwechslung: Nicht 7 Tage dasselbe Fleisch füttern
- Gemüse vergessen: Auch wenn der Anteil klein ist, Gemüse liefert wichtige Ballaststoffe und Vitamine
- Pansen weglassen: Grüner Pansen ist eine der wertvollsten BARF-Komponenten. Ja, er stinkt, aber dein Hund liebt ihn
Deinen Plan anpassen
Dein erster Wochenplan ist ein Startpunkt, kein Gesetz. Passe ihn an, wenn:
- Dein Hund bestimmte Sorten nicht verträgt (Durchfall, Blähungen)
- Er zu- oder abnimmt, Menge anpassen
- Du neue Fleischquellen entdeckst, einbauen!
- Sich die Aktivität ändert (mehr Bewegung im Sommer = mehr Futter)
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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 23. Juli 2026.
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