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BARF-Wochenplan erstellen: So strukturierst du die Fütterung

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BARF-Wochenplan erstellen: So strukturierst du die Fütterung

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Einer der häufigsten Gründe, warum Hundehalter mit dem BARFen aufhören, ist fehlende Struktur. Jeden Tag aufs Neue überlegen, was in den Napf kommt, das ist auf Dauer anstrengend. Die Lösung: Ein fester Wochenplan, der dir Sicherheit gibt und gleichzeitig Abwechslung bietet.

Schritt 1: Tagesration berechnen

Bevor du einen Wochenplan erstellst, musst du wissen, wie viel dein Hund pro Tag braucht. Die Formel:

  • Körpergewicht x 2,5–3 % = Tagesration
  • Aktive Hunde: eher 3 %
  • Couchpotatoes: eher 2–2,5 %
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Beispiel: 20 kg Hund x 2,5 % = 500 g pro Tag

Schritt 2: Aufteilung festlegen

Die 80/10/10-Formel ist ein guter Startpunkt, muss aber ergänzt werden:

Bestandteil Anteil Bei 500 g/Tag
Muskelfleisch50 %250 g
RFK (Knochen + Fleisch)15 %75 g
Innereien15 %75 g
Gemüse/Obst20 %100 g
Merke: Du musst die Aufteilung nicht täglich exakt einhalten. Was zählt, ist der Wochendurchschnitt. An manchen Tagen kann es mehr Fleisch und weniger Gemüse geben, Hauptsache, es gleicht sich über die Woche aus.

Schritt 3: Wochenplan aufstellen

Hier ein Beispielplan für einen 20-kg-Hund (500 g/Tag):

Tag Protein Innerei/Knochen Pflanzlich + Öl
MontagRind (250 g)Hühnerhälse (75 g)Karotte + Apfel + Lachsöl
DienstagLamm (250 g)Leber Rind (75 g)Zucchini + Birne + Hanföl
MittwochPute (250 g)Entenhälse (75 g)Kürbis + Blaubeeren + Lachsöl
DonnerstagRind (250 g)Niere + Milz (75 g)Brokkoli + Banane + Hanföl
FreitagFisch (250 g)Hühnerhälse (75 g)Spinat + Apfel + Leinöl
SamstagWild (250 g)Leber Lamm (75 g)Gurke + Himbeeren + Lachsöl
SonntagPansen (250 g)Lammrippen (75 g)Karotte + Birne + Hanföl

Schritt 4: Einkaufen und portionieren

So gehst du am effizientesten vor:

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  • 1x pro Monat eine große Tiefkühl-Bestellung aufgeben
  • Sonntags die Portionen für die Woche vorbereiten
  • Portionsbeutel oder Dosen nutzen und beschriften
  • Gemüsebrei auf Vorrat einfrieren
Organisation-Tipp: Nutze Gefrierbeutel in verschiedenen Größen und beschrifte sie mit Datum, Inhalt und Gewicht. So greifst du morgens einfach den richtigen Beutel und musst nicht mehr wiegen oder überlegen.

Häufige Fragen zum Wochenplan

Muss ich jeden Tag eine andere Fleischsorte geben?

Nein, aber Abwechslung ist wichtig. Versuche, über die Woche mindestens 3–4 verschiedene Proteinquellen zu nutzen.

Was, wenn mein Hund etwas nicht mag?

Ersetze es durch eine ähnliche Sorte. Mag er keinen Fisch? Gib stattdessen mehr Lachsöl und wähle ein anderes Fleisch.

Wichtig: Ein Wochenplan ist ein Rahmen, keine starre Vorschrift. Beobachte deinen Hund, sein Gewicht und seinen Kot. Wenn alles passt, bist du auf dem richtigen Weg. Wenn nicht, passe die Mengen und Zutaten an.

Beispiel-Wochenplan für einen 20-kg-Hund

Tagesration: 400 g (2 % des Körpergewichts). Zusammensetzung: 80 % tierisch (320 g), 20 % pflanzlich (80 g). Tierischer Anteil: 50 % Muskelfleisch (160 g), 20 % Pansen/Blättermagen (64 g), 15 % Knochen (48 g), 15 % Innereien (48 g, davon 5 % Leber = 16 g).

Montag: 160 g Rindfleisch, 64 g grüner Pansen, 48 g Hühnerhälse, 80 g Karotten-Apfel-Brei + 1 TL Lachsöl. Dienstag: 160 g Putenfleisch, 64 g Blättermagen, 48 g Lammrippen, 80 g Zucchini-Birne-Brei + 1 TL Hanföl. Mittwoch: 160 g Lammfleisch, 64 g Pansen, 16 g Rinderleber + 32 g Rinderherz, 80 g Kürbis-Banane-Brei. Donnerstag: 160 g Rinderfleisch, 64 g Pansen, 48 g Hühnerkarkasse, 80 g Fenchel-Apfel-Brei + 1 TL Lachsöl. Freitag: 160 g Wild, 64 g Blättermagen, 16 g Niere + 32 g Milz, 80 g Gurke-Heidelbeer-Brei. Samstag: 160 g Pferdefleisch, 64 g Pansen, 48 g Entenhälse, 80 g Rote-Beete-Birne-Brei + 1 TL Hanföl. Sonntag: 200 g Lachs (ganzer Fisch), 64 g Pansen, 16 g Leber + 32 g Herz, 80 g Spinat-Apfel-Brei.

Supplements pro Woche: 3x Lachsöl (je 1 TL), 2x Hanföl (je 1 TL), 1x Seealgenmehl (1/4 TL für Jod), Eierschale gemahlen (1/2 TL pro Tag an knochenfreien Tagen für Kalzium). Dieser Plan deckt alle Nährstoffbedürfnisse eines erwachsenen, gesunden 20-kg-Hundes ab.

An Tagen, an denen du Fisch fütterst (1x pro Woche empfohlen), ersetzt der Fisch den kompletten Muskelfleisch-Anteil. Lachs, Sardine, Hering und Makrele liefern EPA und DHA direkt und sind die besten Omega-3-Quellen in der BARF-Ration. Thunfisch nur selten füttern wegen der Quecksilberbelastung (0,35 mg/kg Durchschnitt). Süßwasserfische (Forelle, Saibling) sind merklich geringer belastet. Rohen Lachs aus dem Pazifik (Wildlachs) nie füttern, er kann Neorickettsia helminthoeca enthalten, einen parasitären Erreger, der die tödliche Lachsvergiftungskrankheit (Salmon Poisoning Disease) auslöst. Europäischer Zuchtlachs (Atlantiklachs) ist davon nicht betroffen und roh fütterbar.

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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 1. Juli 2026.

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