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BARF-Rechner: So berechnest du die richtige Tagesmenge

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BARF-Rechner: So berechnest du die richtige Tagesmenge

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Eine der häufigsten Fragen: "Wie viel BARF braucht mein Hund?" Die Unsicherheit ist verständlich, bei Fertigfutter steht die Menge auf der Verpackung, bei BARF musst du selbst rechnen. Aber keine Sorge: Die Berechnung ist wirklich nicht kompliziert. Schritt für Schritt geht es so.

Schritt 1: Die Grundformel

Die Basis-Berechnung ist denkbar einfach:

Tagesration = Körpergewicht × Futterfaktor

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Der Futterfaktor liegt für die meisten erwachsenen Hunde zwischen 2 % und 3 % des Körpergewichts. Das ist dein Startpunkt.

HundeprofilFutterfaktorBeispiel (25 kg Hund)
Wenig aktiv, Neigung zu Übergewicht2,0 %500 g/Tag
Normal aktiv, Idealgewicht2,5 %625 g/Tag
Sehr aktiv, sportlich3,0 %750 g/Tag
Junghund (bis 12 Monate)4–8 %variiert stark
Senior (ab 8 Jahre)1,5–2,0 %375–500 g/Tag
Starte mit 2,5 % und beobachte deinen Hund über 2–3 Wochen. Nimmt er zu? Reduzieren. Nimmt er ab? Erhöhen. Dein Hund ist der beste BARF-Rechner, du musst nur auf ihn schauen.

Schritt 2: Die Verteilung der Komponenten

Jetzt hast du die Gesamtmenge. Aber woraus besteht sie? Hier ist die klassische Verteilung, die sich in der BARF-Praxis bewährt hat:

Tierischer Anteil: 80 % der Gesamtration

  • Muskelfleisch: 50 % (die Basis, Rindfleisch, Lamm, Geflügel, Pferd usw.)
  • Pansen/Blättermagen: 15 % (das grüne Superfood)
  • Rohe fleischige Knochen (RFK): 15 % (Kalziumquelle, Hühnerhälse, Karkassen etc.)
  • Innereien: 15 % (davon 5 % Leber, 5 % weitere Innereien wie Niere, Milz, 5 % Herz)
  • Fisch: 5 % (1–2 Mal pro Woche als Omega-3-Quelle)

Pflanzlicher Anteil: 20 % der Gesamtration

  • Gemüse: 15 % (püriert oder leicht gedünstet)
  • Obst: 5 % (Beeren, Apfel, Banane)
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Beispielrechnung: Dein 25-kg-Hund bekommt 625 g pro Tag. Das sind: 312 g Muskelfleisch, 94 g Pansen, 94 g RFK, 94 g Innereien, 31 g Fisch (nur an Fischtagen mehr), 94 g Gemüse, 31 g Obst. Diese Werte sind Durchschnittswerte über die Woche, nicht jede Mahlzeit muss exakt so aussehen.

Schritt 3: Supplemente nicht vergessen

Zusätzlich zur Futterration kommen noch einige wichtige Supplemente:

  • Lachsöl oder Fischöl, Ca. 1 ml pro 5 kg Körpergewicht, für Omega-3
  • Seealgenmehl, Ca. 0,3 g pro 10 kg Körpergewicht, für Jod und Spurenelemente
  • Eierschalenpulver, Nur nötig, wenn du weniger als 15 % RFK fütterst
  • Lebertran, Im Winter für Vitamin D, ca. 0,5 ml pro 10 kg
  • Optional: Bierhefe, Für B-Vitamine, ca. 1 g pro 10 kg

Den Plan an deinen Hund anpassen

Die oben genannten Werte sind ein solider Startpunkt, aber jeder Hund ist ein Individuum. Hier sind Faktoren, die die Menge beeinflussen:

Mehr Futter brauchen:

  • Sehr aktive Hunde (Agility, Mantrailing, Schlittenhunde)
  • Junghunde im Wachstum
  • Trächtige und laktierende Hündinnen
  • Hunde, die zu dünn sind
  • Rassen mit schnellem Stoffwechsel (z. B. Jack Russell, Dalmatiner)

Weniger Futter brauchen:

  • Wenig aktive Hunde (Couchpotatoes)
  • Kastrierte Hunde (oft niedrigerer Energiebedarf)
  • Senioren
  • Hunde mit Neigung zu Übergewicht
  • Rassen mit langsamem Stoffwechsel (z. B. Basset, Bulldogge)
Der Blick auf deinen Hund ist wichtiger als jede Formel! Kannst du die Rippen leicht fühlen, aber nicht sehen? Hat dein Hund eine sichtbare Taille von oben betrachtet? Dann ist das Gewicht wahrscheinlich ideal. Rippen nicht mehr fühlbar = zu dick. Rippen deutlich sichtbar = zu dünn.

Häufige Rechenfehler vermeiden

  • Leckerli und Kauartikel mitrechnen, Getrocknetes Fleisch, Ochsenziemer und Co. zählen zur Tagesration! Ziehe die Menge vom BARF-Plan ab.
  • Idealgewicht statt Ist-Gewicht nehmen, Wenn dein Hund übergewichtig ist, rechne mit dem Zielgewicht, nicht mit dem aktuellen Gewicht.
  • Saisonale Schwankungen beachten, Im Winter brauchen manche Hunde etwas mehr, im Sommer etwas weniger.
  • Knochen-Gewicht richtig einschätzen, RFK sind Knochen MIT Fleisch dran. Der reine Knochenanteil liegt bei RFK bei etwa 40–60 %.
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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 3. September 2026.

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