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Durchfall beim BARFen: Ursachen erkennen und schnell handeln

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Durchfall beim BARFen: Ursachen erkennen und schnell handeln

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Du hast gerade mit dem BARFen angefangen — und dann das: Durchfall. Dein Hund macht weichen Kot, vielleicht sogar wässrigen. Du fragst dich, ob du alles falsch machst. Ob BARF vielleicht doch nichts für deinen Hund ist.

Erst mal tief durchatmen: Durchfall in den ersten Tagen der Umstellung ist völlig normal und in den meisten Fällen harmlos. Der Magen-Darm-Trakt braucht einfach ein paar Tage, um sich an die neue Kost zu gewöhnen. Aber natürlich gibt es auch andere Ursachen — und die

Die 8 häufigsten Ursachen für Durchfall beim BARFen

Ursache Wie erkennst du es? Was tun?
UmstellungDurchfall in den ersten 3–7 TagenAbwarten, Schonkost, weniger Vielfalt
Zu viel InnereienDunkler, stinkender DurchfallInnereien reduzieren, langsam steigern
Zu viel FettGlänzender, schmieriger KotFetteres Fleisch durch mageres ersetzen
Zu wenig KnochenDauerhaft weicher KotKnochenanteil leicht erhöhen
Unverträglichkeit / AllergieDurchfall immer bei gleicher SorteSorte weglassen, Ausschlussdiät
Zu schneller FutterwechselDurchfall nach neuer FleischsorteNur 1 neue Sorte pro Woche einführen
Verdorbenes FleischPlötzlicher, heftiger DurchfallFleisch entsorgen, Tierarzt bei Fieber
Gemüse nicht vertragenDurchfall + BlähungenGemüse reduzieren, andere Sorten testen

Der Soforthilfe-Stufenplan

Wenn dein Hund Durchfall hat, folge diesem Stufenplan. In den meisten Fällen bessert sich die Lage innerhalb von 24–48 Stunden:

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Stufe 1: Schonkost (sofort)

Gib deinem Hund für 1–2 Tage nur mageres Muskelfleisch (Hühnchenbrust oder Putenbrust) — ohne Knochen, ohne Innereien, ohne Gemüse, ohne Öl. Das schont den Magen und gibt dem Darm Zeit, sich zu beruhigen.

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Stufe 2: Bindende Zutaten (ab Tag 1)

Ergänze die Schonkost mit natürlichen „Bindungsmitteln":

  • Pürierter Apfel (ohne Schale und Kerne) — enthält Pektin, das den Kot festigt
  • Gekochte Karotte (püriert) — Moro'sche Karottensuppe ist der Klassiker
  • Flohsamenschalen — 1 TL pro 10 kg Körpergewicht, mit viel Wasser
  • Hüttenkäse — leicht verdaulich, festigt den Kot
Moro'sche Karottensuppe — das Hausmittel Nr. 1:

500 g Karotten in 1 Liter Wasser mindestens 90 Minuten kochen. Pürieren, mit abgekochtem Wasser auf 1 Liter auffüllen, 3 g Salz dazu. Die lange Kochzeit setzt bestimmte Zuckerstoffe frei, die verhindern, dass Bakterien an der Darmwand anhaften. Ein echtes Wundermittel!

Stufe 3: Langsamer Neuaufbau (ab Tag 3–4)

Wenn der Kot sich festigt, baust du das Futter Schritt für Schritt wieder auf:

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  1. Tag 3–4: Mageres Fleisch + etwas Gemüse (Karotte, Zucchini)
  2. Tag 5–6: Knochen wieder dazugeben (kleine Menge, z.B. Hühnerhälse)
  3. Tag 7: Öl wieder dazugeben
  4. Ab Tag 8: Innereien langsam wieder einführen

Wann zum Tierarzt?

In den meisten Fällen ist Durchfall beim BARFen harmlos und verschwindet von selbst. Aber es gibt Situationen, in denen du sofort zum Tierarzt gehen solltest:

Sofort zum Tierarzt, wenn:

⚠ Blut im Kot (rot oder schwarz)
⚠ Durchfall länger als 48 Stunden
⚠ Hund verweigert Futter UND Wasser
⚠ Fieber (über 39,5 °C)
⚠ Hund ist apathisch oder krümmt sich
⚠ Erbrechen UND Durchfall gleichzeitig
⚠ Bei Welpen: Schon nach 12–24 Stunden zum Tierarzt!

Durchfall-Tagebuch: Was du notieren solltest

Ein kurzes Tagebuch hilft dir (und im Zweifelsfall auch dem Tierarzt), die Ursache schnell zu finden. Notiere täglich:

Was notieren? Warum?
Was gab es zu fressen?Zusammenhang mit bestimmter Sorte erkennen
Konsistenz des Kots (fest/weich/flüssig)Verlauf beobachten
Farbe des KotsBlut, Schleim oder ungewöhnliche Farben erkennen
Häufigkeit pro TagVerschlechterung oder Besserung erkennen
Allgemeinzustand des HundesFit oder schlapp? Trinkt er genug?

Vorbeugung: So vermeidest du Durchfall beim BARFen

Mit ein paar einfachen Regeln kannst du die meisten Durchfall-Episoden von vornherein verhindern:

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  • Langsam umstellen: Nicht von Trockenfutter direkt auf volle BARF-Ration — die 7-Tage-Umstellung ist der sicherere Weg
  • Neue Sorten einzeln einführen: Pro Woche maximal eine neue Fleischsorte
  • Innereien langsam steigern: Am Anfang nur winzige Mengen Leber, dann langsam erhöhen
  • Fettgehalt beachten: Zu fettreiches Fleisch (Lamm, Ente) kann den Magen überfordern
  • Hygiene einhalten: Fleisch immer im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur stehen lassen
  • Portionen abwiegen: Zu viel Futter ist eine häufige Durchfall-Ursache
Wusstest du? Der Verdauungstrakt deines Hundes braucht etwa 2–4 Wochen, um sich vollständig an BARF anzupassen. In dieser Zeit produziert der Körper mehr Magensäure und die Darmflora stellt sich um. Gelegentlich weicherer Kot in dieser Phase ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Was ist normaler BARF-Kot?

Viele BARF-Anfänger sind unsicher, wie der Kot aussehen „sollte". Hier eine kleine Orientierung:

  • Normal: Fest, dunkelbraun, gut geformt, geringer Geruch, zählt zu den kleinen Freuden des BARF-Alltags — viel weniger als bei Trockenfutter!
  • Zu fest/weiß: Zu viele Knochen — Knochenanteil reduzieren
  • Zu weich: Zu viele Innereien, zu viel Fett oder zu wenig Knochen
  • Schmierig/glänzend: Zu viel Fett im Futter
  • Schleimig: Kann auf eine Reizung der Darmschleimhaut hindeuten — beobachten

Kurz gesagt: Durchfall ist meist kein Drama

Durchfall beim BARFen ist in den allermeisten Fällen ein temporäres Problem, das sich mit Schonkost und Geduld von selbst löst. Die häufigste Ursache? Zu viel, zu schnell, zu viel Neues auf einmal.

Die wichtigste Botschaft: Gib nicht auf! Durchfall in der Umstellungsphase bedeutet nicht, dass BARF nichts für deinen Hund ist. Es bedeutet nur, dass sein Körper sich anpasst. Gib ihm die Zeit dafür, geh die Umstellung langsam an — und du wirst sehen, wie sich alles normalisiert.

Und wenn du unsicher bist? Dein Tierarzt ist immer der richtige Ansprechpartner. Lieber einmal zu oft hingehen als einmal zu wenig. Das ist kein Zeichen von Schwäche — das ist verantwortungsvolle Hundehaltung.

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