Rückruf mit Schleppleine: Die Sicherheits-Methode
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Die Schleppleine ist dein Sicherheitsnetz auf dem Weg zum freien Rückruf – richtig eingesetzt, gibt sie deinem Hund Freiheit und dir Kontrolle. Der Rückruf ist das wichtigste Kommando im Hundetraining – er kann im Ernstfall Leben retten. Trotzdem kämpfen die meisten Hundehalter damit, ihren Hund zuverlässig abzurufen. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Aufbau funktioniert der Rückruf bei jedem Hund.
So setzt du die Schleppleine richtig ein
Die Schleppleine ist kein Zeichen von Versagen, sondern ein professionelles Trainingswerkzeug. Sie gibt deinem Hund die Illusion von Freiheit, während du in Notfällen eingreifen kannst. Richtig eingesetzt, ist sie der schnellste Weg zum freien Rückruf, weil dein Hund positive Erfahrungen in der realen Umgebung sammelt – nicht nur im Wohnzimmer.
Wähle eine Schleppleine von 5 bis 10 Metern Länge aus leichtem Material (Biothane oder gummiertes Nylon). Befestige sie immer am Brustgeschirr, nie am Halsband. Lass die Leine locker schleifen – sie soll dein Hund kaum spüren. Greife nur ein, wenn er deinen Rückruf ignoriert und sich in Gefahr bringt.
Die richtige Schleppleine waehlen
Material: Biothane (wasser- und schmutzabweisend, 15 bis 25 Euro) oder Gurtband (guenstiger, 8 bis 15 Euro, saugt aber Wasser auf). Laenge: Starte mit 5 Metern, erhoehe auf 10 Meter nach 2 Wochen zuverlaessigem Rückruf bei 5 Metern, dann auf 15 bis 20 Meter. Breite: 1,5 bis 2 cm für Hunde über 15 kg, 1 cm für kleinere Hunde. Befestige die Schleppleine immer an einem gut sitzenden Geschirr, nie am Halsband – ein ploetzlicher Ruck bei 20 Metern Leine kann die Halswirbelsaeule verletzen.
Schleppleine sicher handhaben
Wickle die Leine nie um die Hand – bei einem ploetzlichen Sprint des Hundes riskierst du Verbrennungen oder Knochenbrueche. Lass die Leine locker am Boden schleifen. Tritt mit dem Fuss darauf, wenn dein Hund nicht reagiert. Trage feste Schuhe, keine Sandalen. Bei Naesse wird Biothane-Leine glitschig – trage in dem Fall Handschuhe mit Gummibeschichtung. Uebe das Handling zuerst im Garten ohne Ablenkung, bevor du die Schleppleine im Wald oder Park einsetzt.
Rückruf-Training mit Schleppleine aufbauen
Phase 1 (Woche 1-2): 5-Meter-Leine, ruhige Umgebung. Ruf deinen Hund, wenn er bereits in deine Richtung schaut. Belohne grosszuegig: 3 bis 5 hochwertige Leckerlis hintereinander (Jackpot). Phase 2 (Woche 3-4): 10-Meter-Leine, leichte Ablenkung. Ruf deinen Hund, wenn er schnueffelt. Phase 3 (Woche 5-6): 15-Meter-Leine, stärkere Ablenkung (andere Hunde in Sichtweite). Funktioniert der Rückruf bei 15 Metern in 8 von 10 Fällen, bist du bereit für den Freilauf – aber behalte die Schleppleine für die naechsten 4 Wochen als Sicherheitsnetz dran.
Typische Fehler mit der Schleppleine
Fehler 1: Die Leine als Bestrafung nutzen (ruckartig einziehen, wenn der Hund nicht kommt). Das verknuepft die Schleppleine mit Unangenehmen und verschlechtert den Rückruf. Fehler 2: Zu früh auf die Schleppleine verzichten. Ohne Leine hat der Hund die Wahl, nicht zu kommen – jeder gescheiterte Rückruf trainiert das Ignorieren. Fehler 3: Die Leine nur anbringen, wenn du den Hund abrufen willst – der Hund lernt schnell: Leine dran = muss zurückkommen. Lass die Leine auch in entspannten Momenten einfach schleifen.
BARF-Tipps für glückliche Hunde
Neue Rezepte, Futterpläne und Tipps rund ums Barfen – direkt in dein Postfach.
🎁 Gratis dazu: BARF-Starter-Checkliste (PDF)
Das könnte dich auch interessieren
Ablenkungen steigern: Rückruf unter Druck
Dein Hund kommt im Garten, aber nicht im Park? Das Problem: Die Ablenkungen wurden nicht stufenweise aufgebaut. So machst du es richtig.
Augentropfen beim Hund – Medical Training für stressfreie Anwendung
Augentropfen beim Hund zu verabreichen kann zur Herausforderung werden. Mit diesem Training lernt dein Hund, die Behandlung ruhig zu akzeptieren.
Hundeschule ja oder nein? Was du wirklich brauchst
Muss jeder Welpe in die Hundeschule? Ehrliche Antwort: Nein. Aber es gibt gute Gründe dafür — und klare Warnsignale, woran du eine schlechte Hundeschule erkennst.
Kommentare (0)
Mehr entdecken
Alle Artikel auf BARFguide →
Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 9. Juli 2026.
Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.
Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@barfguide.de