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Welches Fleisch für BARF? Die besten Sorten im Überblick

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Welches Fleisch für BARF? Die besten Sorten im Überblick
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Die Frage, die ich am häufigsten von BARF-Anfängern höre: "Welches Fleisch soll ich denn nehmen?" Und die Antwort ist einfacher, als du denkst — denn es gibt kein "bestes" Fleisch. Die Mischung macht's!

Trotzdem gibt es Unterschiede bei Nährwerten, Verträglichkeit, Preis und Verfügbarkeit. Lass uns die wichtigsten Fleischsorten durchgehen, damit du weißt, worauf du achten musst.

Die Grundregel: Vielfalt ist Pflicht

Dein Hund sollte über den Monat mindestens 3-4 verschiedene Proteinquellen bekommen. Warum? Weil jede Fleischsorte ein anderes Nährstoffprofil hat. Nur durch Abwechslung deckst du alle Bedürfnisse ab.

Anfänger-Tipp: Starte mit Rind als Basis (wird von den meisten Hunden sehr gut vertragen) und füge nach 2-3 Wochen eine zweite Sorte hinzu — zum Beispiel Huhn oder Pute.
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Fleischsorten im Detail

Rind — Der BARF-Klassiker

Rindfleisch ist die beliebteste Basis beim BARFen, und das aus gutem Grund: Es ist nährstoffreich, gut verfügbar und die meisten Hunde lieben es.

Eigenschaft Bewertung
FettgehaltMittel bis hoch (je nach Stück)
VerträglichkeitSehr gut (selten Allergien)
PreisMittel (3-6 EUR/kg beim BARF-Shop)
VerfügbarkeitÜberall erhältlich
BesonderheitRinderpansen = unverzichtbar fürs BARFen

Beste Stücke: Rindergulasch, Kopffleisch, Maulfleisch, Schlundfleisch. Plus: grüner Pansen, Blättermagen, Leber, Niere, Herz.

Huhn und Pute — Mager und günstig

Geflügel ist eine hervorragende Ergänzung und besonders für Hunde geeignet, die leicht zunehmen. Hühnerfleisch ist mager, gut verdaulich und preiswert.

  • Vorteile: Günstig, mager, gut als Einstieg
  • Nachteile: Häufiger Allergieauslöser als Rind
  • Knochen: Hühnerhälse und Flügel sind perfekte RFK für Anfänger
  • Preis: 2-4 EUR/kg (sehr günstig)
Vorsicht bei Huhn: Hühnerfleisch gehört zu den häufigsten Allergieauslösern bei Hunden. Wenn dein Hund Allergien oder Hautprobleme hat, starte lieber mit Rind, Pferd oder Wild.

Lamm und Ziege — Ideal für empfindliche Hunde

Lamm und Ziege sind exzellente Alternativen für Hunde, die auf die Standard-Proteinquellen reagieren. Sie sind seltener Allergieauslöser und haben ein gutes Fettsäureprofil.

  • Vorteile: Gut verträglich, selten Allergien, guter Geschmack
  • Nachteile: Teurer als Rind und Huhn
  • Preis: 5-8 EUR/kg
  • Tipp: Lammrippen sind gute RFK für mittelgroße bis große Hunde

Wild (Reh, Hirsch, Känguru) — Die Premium-Option

Wildfleisch ist die Königsklasse für Allergiker-Hunde. Da die Tiere nicht mit Antibiotika oder Hormonen behandelt werden, ist es besonders naturbelassen.

  • Vorteile: Sehr mager, kaum Allergierisiko, naturbelassen
  • Nachteile: Teuer, nicht immer verfügbar
  • Preis: 8-15 EUR/kg
  • Besonders gut: Für Ausschlussdiäten bei Allergikern

Pferd — Der Geheimtipp

Pferdefleisch ist extrem mager und hypoallergen. Wenn dein Hund auf fast alles reagiert, ist Pferd oft die Lösung. Es hat außerdem einen hohen Eisengehalt.

  • Preis: 6-10 EUR/kg
  • Besonderheit: Ideale Ausschluss-Proteinquelle

Fisch — Die Omega-3-Bombe

Fisch sollte 1-2x pro Woche auf dem Plan stehen. Er liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die gut für Haut, Fell und Gelenke sind.

  • Geeignete Sorten: Lachs, Forelle, Makrele, Hering, Sprotte
  • Nicht geeignet: Thunfisch (Schwermetallbelastung), roher Lachs aus dem Pazifik
  • Preis: 4-8 EUR/kg (Frostfisch)
  • Tipp: Ganze Sprotten sind ein toller Snack und liefern Kalzium durch die Gräten

Vergleichstabelle: Alle Sorten auf einen Blick

Fleisch Fett Allergie Preis/kg Anfänger?
RindMittelSelten3-6 EURIdeal
HuhnNiedrigHäufiger2-4 EURGut
LammMittelSelten5-8 EURGut
WildSehr niedrigSehr selten8-15 EURPremium
PferdSehr niedrigSehr selten6-10 EURAllergiker
FischVariabelSelten4-8 EURErgänzung

Innereien: Die unterschätzten Nährstoffbomben

Innereien machen zwar nur 10 % der BARF-Ration aus, liefern aber lebenswichtige Vitamine und Mineralien. Ohne Innereien ist BARF nicht ausgewogen!

  • Leber (5 %): Vitamin A, B-Vitamine, Eisen, Kupfer — die wichtigste Innerei
  • Niere (2-3 %): B-Vitamine, Selen
  • Milz (1-2 %): Eisen (mehr als jedes andere Organ)
  • Herz: Technisch ein Muskel, aber sehr nährstoffreich. Taurin!
Pansen-Tipp: Grüner (ungewaschener) Pansen riecht bestialisch — aber dein Hund wird ihn lieben! Er enthält vorverdaute Pflanzenreste und natürliche Enzyme. Halte einfach die Nase zu beim Portionieren.

Welches Fleisch für welchen Hund?

  • Normalgewichtiger, gesunder Hund: Rind als Basis, dazu Huhn, Lamm und Fisch im Wechsel
  • Hund mit Übergewicht: Magere Sorten bevorzugen — Pferd, Wild, Putenbrust, Fisch
  • Allergiker-Hund: Starte mit einer exotischen Sorte (Pferd, Känguru, Strauß) und baue von dort auf
  • Senior-Hund: Leicht verdauliches Fleisch — Huhn, Lamm, Fisch. Mehr dazu in den Mengen für große Hunde

Wo du das beste Fleisch für deinen Hund bekommst, erfährst du in unserem BARF-Shop-Vergleich.

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