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Welpen barfen: Ab wann und wie du richtig startest

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Welpen barfen: Ab wann und wie du richtig startest

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Ein kleiner Welpe zieht ein und du möchtest alles richtig machen, gerade bei der Ernährung. Vielleicht barfst du deinen erwachsenen Hund schon und fragst dich, ob das auch beim Welpen geht. Oder du startest komplett neu und willst deinem Welpen von Anfang an das Beste geben. Die gute Nachricht: Welpen barfen ist absolut möglich. Die wichtige Nachricht: Es braucht etwas mehr Sorgfalt als beim erwachsenen Hund, weil der kleine Körper gerade in einer entscheidenden Wachstumsphase steckt.

Ab wann kann ich meinen Welpen barfen?

Grundsätzlich kannst du schon ab der 3.–4. Lebenswoche mit der Zufütterung beginnen, wenn der Welpe noch bei der Mutter ist. In der Praxis starten die meisten Welpenbesitzer mit dem Einzug des Welpen, also ab der 8.–10. Woche.

In diesem Alter ist der Verdauungstrakt deines Welpen bereits in der Lage, rohes Fleisch, weiche Knochen und Gemüse zu verarbeiten. Der Magen-pH-Wert liegt bei Hunden natürlicherweise zwischen 1 und 2, sauer genug, um rohes Fleisch sicher zu verdauen. Das gilt auch für Welpen.

Welpen barfen start anleitung erster plan: practical guide overview
Welpen barfen start anleitung erster plan
Tipp: Wenn dein Welpe beim Züchter Trockenfutter bekommen hat, stelle nicht sofort komplett auf BARF um. Mische in den ersten Tagen etwas Rohes unter das gewohnte Futter und steigere den BARF-Anteil über 7–10 Tage. So hat der kleine Magen Zeit, sich an die neue Nahrung anzupassen, und du vermeidest Durchfall oder Verdauungsprobleme.

Wie viel Futter braucht ein Welpe?

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Absicherung nach Lebensphase

Die Beiträge richten sich nach Alter und Rasse, und viele Anbieter nehmen ältere Hunde gar nicht mehr auf. Der Vergleich zeigt die Aufnahmegrenzen und Wartezeiten der einzelnen Tarife.

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Welpen brauchen deutlich mehr Futter pro Kilogramm Körpergewicht als erwachsene Hunde, weil sie wachsen. Die Faustregel orientiert sich am aktuellen Körpergewicht und wird alle 1–2 Wochen angepasst, denn gerade in den ersten Monaten nimmt dein Welpe rasant zu.

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Alter Futtermenge (% Körpergewicht) Mahlzeiten pro Tag
8–16 Wochen6–8 %4
4–6 Monate5–6 %3
6–12 Monate3–5 %2–3
Ab 12 Monate2–3 %2

Beispiel: Dein Welpe wiegt mit 12 Wochen 5 kg. Bei 7 % sind das 350 g pro Tag, aufgeteilt auf 4 Mahlzeiten à ca. 87 g. Wiege deinen Welpen am besten wöchentlich und passe die Futtermenge entsprechend an. Eine einfache Küchenwaage reicht dafür völlig aus.

Die richtige Zusammensetzung für Welpen

Die BARF-Aufteilung für Welpen unterscheidet sich leicht von der für erwachsene Hunde. Der Anteil an Knochen und Innereien ist etwas höher, weil der wachsende Körper mehr Mineralien und Vitamine benötigt:

  • Muskelfleisch: 45–50 %, die Basis jeder Mahlzeit, liefert Protein und Energie
  • Rohe fleischige Knochen (RFK): 15–17 %, besonders wichtig für Kalzium und Phosphor
  • Innereien: 10–15 % (davon ca. 5 % Leber), liefern essenzielle Vitamine wie A, D und B12
  • Gemüse/Obst: 15–20 % (unbedingt pürieren, da Hunde Pflanzenzellwände nicht aufbrechen können)
  • Öl: täglich eine kleine Menge Lachsöl (ca. 0,5 ml pro 5 kg Körpergewicht) für Omega-3-Fettsäuren
Vorsicht bei Knochen: Welpen haben noch ein weiches Gebiss. Beginne mit weichen Knochen wie Hühnerhälsen oder Hühnerflügelspitzen. Harte Knochen wie Markknochen sind für Welpen tabu, sie können Zähne beschädigen und den empfindlichen Verdauungstrakt überfordern.

Kalzium und Phosphor: das A und O beim Welpen

Im Wachstum braucht dein Welpe eine zuverlässige Kalziumversorgung für gesunde Knochen und Gelenke. Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis sollte bei Welpen etwa 1,2:1 bis 1,5:1 liegen. Das ist etwas höher als bei erwachsenen Hunden (1:1 bis 1,3:1), weil der Skelettaufbau gerade auf Hochtouren läuft.

Sowohl zu wenig als auch zu viel Kalzium kann problematisch sein. Ein Mangel führt zu weichen Knochen und Wachstumsstörungen. Ein Überschuss, besonders bei großen Rassen, kann zu vorzeitigem Knochenwachstum und Gelenkproblemen führen. Deshalb ist das richtige Verhältnis so entscheidend.

Die wichtigsten Kalziumquellen beim BARFen:

  • Rohe fleischige Knochen, die natürlichste Quelle mit optimalem Kalzium-Phosphor-Verhältnis
  • Eierschalenpulver, Alternative, wenn der Welpe keine Knochen mag (ca. 1 g pro 10 kg Körpergewicht)
  • Knochenmehl, gut dosierbar, als Supplement erhältlich und einfach unter das Futter zu mischen

Fleischsorten für den Welpen

Starte mit gut verträglichen Sorten und führe neue nach und nach ein. Gib jede neue Sorte mindestens 3–4 Tage lang, bevor du die nächste einführst. So erkennst du sofort, wenn dein Welpe etwas nicht verträgt:

  • Woche 1–2: Hühnchen oder Pute (mager, gut verträglich, ideal für den Start)
  • Woche 3–4: Rind dazu nehmen (etwas fettreicher, liefert Eisen)
  • Ab Woche 5: Lamm, Wild oder Pferd einführen
  • Später: Fisch (1–2 Mal pro Woche), Kaninchen und weitere Sorten
Wichtig: Je mehr Fleischsorten dein Welpe früh kennenlernt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er später wählerisch wird oder Unverträglichkeiten entwickelt. Nutze die neugierige Phase, Welpen sind von Natur aus aufgeschlossen gegenüber neuen Geschmäckern.

So sieht ein Beispiel-Tagesplan aus

Für einen 12 Wochen alten Welpen mit 5 kg Körpergewicht (350 g Gesamtfutter pro Tag, 4 Mahlzeiten):

  • Morgens (7 Uhr): 55 g gewolftes Hühnchen + 15 g gewolfte Hühnerkarkasse + 17 g Gemüsebrei
  • Mittags (12 Uhr): 50 g Rindfleisch in kleinen Stücken + 20 g Hühnerhals + 17 g Gemüsebrei
  • Nachmittags (17 Uhr): 55 g Pute + 10 g Rinderleber + 5 g Rinderniere + 17 g Gemüsebrei
  • Abends (21 Uhr): 50 g Hühnchen + 20 g Hühnerflügelspitzen + 17 g Gemüsebrei + Lachsöl

Häufige Fehler beim Welpen-BARFen

  • Zu wenig Kalzium, kann zu Wachstumsstörungen und weichen Knochen führen. Überprüfe regelmäßig, ob genug RFK oder Kalzium-Supplement im Plan ist.
  • Zu viel Futter, Übergewicht belastet die Gelenke im Wachstum enorm. Dein Welpe sollte eine leichte Taille haben und die Rippen unter einer dünnen Fettschicht spürbar sein.
  • Nur eine Fleischsorte, kann später zu Unverträglichkeiten führen und liefert kein vollständiges Nährstoffprofil
  • Keine Innereien, Leber und Niere liefern essenzielle Vitamine, die im Muskelfleisch nicht in ausreichender Menge enthalten sind
  • Zu schnelle Umstellung, der Welpen-Magen braucht 7–10 Tage, um sich an neue Nahrung anzupassen
  • Gemüse nicht püriert, ganze Stücke passieren den Verdauungstrakt unverarbeitet und liefern kaum Nährstoffe

Welpen barfen lohnt sich

Wer seinen Welpen von Anfang an barft, legt den Grundstein für eine gesunde Ernährung, ein Hundeleben lang. Mit der richtigen Menge, einem ausgewogenen Kalzium-Phosphor-Verhältnis und langsamer Einführung neuer Futterkomponenten kann eigentlich nichts schiefgehen. Wiege deinen Welpen regelmäßig, beobachte den Kot (fest und dunkel ist ideal) und passe die Futtermenge alle ein bis zwei Wochen an. Und wenn du dir unsicher bist: Ein BARF-Berater oder ernährungskundiger Tierarzt kann deinen Futterplan checken und dir die Sicherheit geben, die du brauchst.

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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 10. August 2026.

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