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Wissen/Zahnwechsel beim Welpen: Richtig barfen in der Übergangsphase

Zahnwechsel beim Welpen: Richtig barfen in der Übergangsphase

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Zahnwechsel beim Welpen: Richtig barfen in der Übergangsphase

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Dein Welpe verliert seine Milchzähne – und du findest kleine Zähnchen auf dem Teppich, im Napf oder gar nicht (weil die meisten verschluckt werden, keine Sorge!). Der Zahnwechsel ist eine völlig normale Entwicklungsphase, die etwa im Alter von 3–7 Monaten stattfindet. Aber: Dein BARF-Plan muss sich in dieser Phase anpassen. Denn was gestern noch problemlos gekaut wurde, kann heute plötzlich wehtun.

Was passiert beim Zahnwechsel?

Hunde haben 28 Milchzähne, die nach und nach durch 42 bleibende Zähne ersetzt werden. Der Ablauf ist bei fast allen Rassen ähnlich, auch wenn der genaue Zeitpunkt etwas variieren kann:

  • 3.–4. Monat: Die Schneidezähne wechseln zuerst – oft merkst du es kaum
  • 4.–5. Monat: Die Fangzähne (Eckzähne) fallen aus – das ist die intensivste Phase
  • 5.–7. Monat: Die Backenzähne (Prämolaren und Molaren) kommen nach
Zahnwechsel welpe barfen uebergangsphase: practical guide overview
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Während dieser Zeit ist das Zahnfleisch oft geschwollen, empfindlich und manchmal blutig. Dein Welpe kaut vermehrt auf Gegenständen herum – das ist sein Versuch, den Druck und das Jucken zu lindern. Manche Welpen werden in dieser Phase wählerischer beim Fressen, andere schlingen ihr Futter schneller herunter, weil das Kauen unangenehm ist.

Bei großen Rassen wie Labrador oder Schäferhund kann der Zahnwechsel etwas länger dauern als bei kleinen Rassen. Kurznasige Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge haben häufiger Komplikationen, weil im kurzen Kiefer weniger Platz für die neuen Zähne ist.

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Gut zu wissen: Die meisten Welpen verschlucken ihre Milchzähne beim Fressen. Das ist völlig harmlos – sie werden einfach verdaut und wieder ausgeschieden. Wenn du mal einen kleinen Zahn auf dem Boden findest, kannst du ihn als Erinnerung aufheben.

BARF-Anpassungen während des Zahnwechsels

Das Zahnfleisch tut weh, die neuen Zähne sind noch nicht fest verankert. Das bedeutet konkret für die tägliche Fütterung:

Knochen anpassen

  • Harte, große Knochen jetzt komplett pausieren – Markknochen, Rinderrippen und Geweihstücke haben in dieser Phase nichts im Napf verloren
  • Weiche Knochen sind weiterhin okay: Hühnerhälse, Hühnerflügelspitzen, Wachtelkarkassen
  • Alternativ: Gewolfte Knochen (fertig gemahlene RFK aus dem BARF-Shop) – die beste Lösung, wenn dein Welpe gar nicht kauen möchte
  • Oder: Eierschalenmehl als Calciumquelle (etwa 1 g pro 10 kg Körpergewicht pro Tag), bis die bleibenden Zähne fest sitzen
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Fleisch anpassen

  • Fleisch in kleineren Stücken anbieten – dein Welpe muss weniger kauen und kann trotzdem alles aufnehmen
  • Gewolftes Fleisch ist in dieser Phase besonders gut geeignet, vor allem wenn das Zahnfleisch stark geschwollen ist
  • Innereien fein schneiden oder pürieren – Leber und Niere lassen sich hervorragend mit der Gabel zerdrücken
  • Gemüse unbedingt fein pürieren, nicht nur grob raspeln – das erleichtert die Aufnahme zusätzlich
Wichtig: Gib während des intensiven Zahnwechsels (wenn das Zahnfleisch stark geschwollen ist) keine harten Kaurohlinge wie getrocknete Rinderohren, Kauknochen oder Geweihstücke. Die können die lockeren Milchzähne falsch belasten und das Zahnfleisch zusätzlich verletzen.

Kühlung tut gut: Gefrorene Snacks

Kalte Temperaturen lindern die Schwellung und den Schmerz im Zahnfleisch – genau wie beim zahnenden Baby. Diesen Effekt kannst du dir beim BARFen zunutze machen:

  • Gefrorene Hühnerhälse – Angenehm kühl, weich genug zum Kauen, und liefern gleichzeitig Calcium
  • Gefrorener Gemüsebrei – Püriertes Gemüse in Eiswürfelformen einfrieren und als Snack anbieten
  • Gefrorener Joghurt – Ein Schuss Ziegenjoghurt in der Eiswürfelform eingefroren – die meisten Welpen lieben es
  • Kühlbeißring – Kein Futter, aber hervorragend zum Draufbeißen und lindert den Druck auf das Zahnfleisch
  • Gefrorene Möhrensticks – Im Ganzen einfrieren und beaufsichtigt geben – kühlt und massiert gleichzeitig
Praxis-Tipp: Mische Gemüsebrei mit etwas Leberwurst oder püriertem Fleisch, fülle es in einen Kong und friere ihn ein. Perfekte Kühlung + Beschäftigung + Nahrung in einem. Die meisten Welpen sind damit 15–20 Minuten beschäftigt.

Nährstoffe, die jetzt besonders wichtig sind

Der Zahnwechsel kostet den Körper Energie und Mineralien. In dieser Phase laufen zwei Prozesse gleichzeitig: Das Wachstum geht weiter und die neuen Zähne werden aufgebaut. Achte besonders auf diese Nährstoffe:

  • Calcium und Phosphor – Für den Aufbau der bleibenden Zähne absolut essenziell. Das Verhältnis sollte bei etwa 1,2:1 bis 1,5:1 liegen. Gewolfte Knochen oder Eierschalenmehl sichern die Versorgung zuverlässig.
  • Vitamin D – Unterstützt die Calciumaufnahme im Darm. Enthalten in Leber, Lachs und Eigelb. Ohne ausreichend Vitamin D kann der Körper das zugeführte Calcium nicht optimal nutzen.
  • Protein – Der Welpe wächst weiter, auch wenn gerade Zahnwechsel ist. Hochwertiges Muskelfleisch und Innereien liefern die nötigen Aminosäuren.
  • Omega-3-Fettsäuren – Wirken entzündungshemmend und können die Zahnfleisch-Schwellung lindern. Ein halber Teelöffel Lachsöl pro Tag reicht für die meisten Welpen.

Wenn dein Welpe in dieser Phase weniger frisst als sonst, ist das kein Grund zur Panik. Eine leichte Appetitreduktion über 2–3 Tage ist normal. Biete das Futter trotzdem regelmäßig an und entferne es nach 15 Minuten, wenn es nicht gefressen wird.

Wann zum Tierarzt?

In den meisten Fällen verläuft der Zahnwechsel komplikationslos. Aber es gibt Situationen, in denen du den Tierarzt aufsuchen solltest:

  • Persistierende Milchzähne – Wenn der bleibende Zahn neben dem Milchzahn durchbricht, statt ihn zu verdrängen. Das kommt besonders bei kleinen Rassen häufig vor und muss der Tierarzt lösen, bevor es zu Zahnfehlstellungen kommt.
  • Starke Blutungen – Leichtes Zahnfleischbluten ist normal und hört von selbst auf. Anhaltende oder starke Blutungen solltest du abklären lassen.
  • Futterverweigerung über mehr als 2 Tage – Leichte Appetitlosigkeit ist okay, aber länger sollte es nicht dauern. Dein Welpe braucht gerade die Nährstoffe für sein Wachstum.
  • Schiefe Zähne oder Fehlstellungen – Bei kurznasigen Rassen kommt das häufiger vor und sollte frühzeitig erkannt werden.
  • Starker Mundgeruch – Kann auf eine Entzündung oder einen nicht richtig ausfallenden Milchzahn hindeuten.

Eine kurze Phase, die schnell vorbeigeht

Der Zahnwechsel ist für deinen Welpen unangenehm, aber er ist eine ganz natürliche Entwicklungsphase. Mit weicheren Knochen, kleineren Fleischstücken und gefrorenen Snacks kommst du und dein Welpe gut durch diese Wochen. Achte auf eine zuverlässige Calciumversorgung, biete kühlende Kau-Alternativen an und beobachte das Gebiss regelmäßig. Nach spätestens dem 7. Monat sind die bleibenden Zähne da – und dann kann wieder voll gebarft werden, mit allen Knochen und Kauartikeln, die dein Hund liebt.

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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 27. Juni 2026.

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