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Innereien richtig füttern: Leber, Niere, Milz – Mengen und Häufigkeit

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Innereien richtig füttern: Leber, Niere, Milz – Mengen und Häufigkeit

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Innereien, viele Menschen rümpfen die Nase, aber für deinen Hund sind sie wahre Nährstoffbomben. In der Natur frisst ein Wolf die Innereien seiner Beute zuerst, und das hat gute Gründe. Leber, Niere, Milz und Co. liefern Vitamine und Mineralstoffe in Konzentrationen, die kein Muskelfleisch erreicht.

Trotzdem gibt es einige Regeln zu beachten, denn zu viel des Guten kann problematisch werden. Hier erfährst du alles über die richtige Dosierung.

Warum Innereien so wichtig sind

Ohne Innereien fehlen deinem Hund essenzielle Nährstoffe, die über Muskelfleisch allein nicht ausreichend gedeckt werden:

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  • Vitamin A, wichtig für Augen, Haut und Immunsystem (v.a. in Leber)
  • B-Vitamine, für Stoffwechsel und Nervensystem (alle Innereien)
  • Eisen, für die Blutbildung (Milz, Leber, Niere)
  • Zink, Kupfer, Selen, Spurenelemente für Fell, Haut und Immunsystem
  • Vitamin D, wichtig für den Kalziumstoffwechsel (Niere, Leber)
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Der Innereien-Anteil im BARF-Plan

Die Faustregel: 10–15 % der Gesamtration sollten Innereien sein. Davon:

Innerei Anteil der Innereien Wichtigste Nährstoffe Häufigkeit
Leberca. 30–40 %Vitamin A, B12, Kupfer2–3x pro Woche
Niereca. 20–30 %B-Vitamine, Selen, Eisen2–3x pro Woche
Milzca. 15–20 %Eisen, Vitamin C, Zink1–2x pro Woche
Lungeca. 10–15 %Protein (nährstoffärmer)1x pro Woche
Achtung Leber: Leber enthält extrem viel Vitamin A. Eine Überdosierung (Hypervitaminose A) kann zu Knochenproblemen und Leberschäden führen. Gib nie mehr als 5 % der Gesamtration als Leber, also z.B. maximal 20 g pro Tag bei einem 20-kg-Hund.

Leber, die Nährstoff-Krone

Leber ist das nährstoffreichste Lebensmittel überhaupt. Sie liefert:

  • Vitamin A in enormen Mengen
  • Vitamin B12, Folsäure, Riboflavin
  • Kupfer und Eisen
  • Hochwertiges Protein

Abwechslung bei der Leber: Füttere verschiedene Lebersorten (Rind, Lamm, Geflügel, Wild), da sich der Nährstoffgehalt unterscheidet. Rinderleber enthält z.B. besonders viel Kupfer.

Niere, die unterschätzte Innerei

Niere wird oft vergessen, ist aber ein hervorragender Lieferant für Selen und B-Vitamine. Viele Hunde mögen den Geruch von Niere nicht so gern, ein Trick: Friere sie in kleinen Stücken ein und mische sie gefroren unter das Futter.

Milz, die Eisen-Bombe

Milz ist besonders reich an Eisen und eignet sich hervorragend für Hunde mit Tendenz zur Anämie. Vorsicht: Milz kann in größeren Mengen zu weichem Kot führen. Fange mit kleinen Portionen an.

Einsteiger-Tipp: Wenn du mit Innereien startest, beginne mit kleinen Mengen und steigere langsam über 2–3 Wochen. Der Magen-Darm-Trakt deines Hundes muss sich erst an die konzentrierten Nährstoffe gewöhnen. Leichter Durchfall am Anfang ist normal.

Und was ist mit Herz?

Herz zählt streng genommen zum Muskelfleisch, nicht zu den Innereien. Es ist ein wertvoller Taurin-Lieferant und enthält viel Coenzym Q10. Du kannst Herz daher zusätzlich zum Innereien-Anteil füttern, ideal sind ca. 10–15 % der Fleischration als Herz.

Praxis-Tipp: Kaufe einen Innereien-Mix beim BARF-Shop deines Vertrauens. Dort sind Leber, Niere und Milz bereits im richtigen Verhältnis gemischt. Das spart dir die Rechnerei und du hast eine gute Basis.

Kurz gesagt: Ohne Innereien kein vollwertiges BARF

Innereien sind kein optionaler Zusatz, sondern ein essenzieller Bestandteil jeder BARF-Ration. Wer sie weglässt, riskiert Mangelerscheinungen. Mit den richtigen Mengen und etwas Abwechslung bei den Sorten bist du auf der sicheren Seite. Dein Hund wird es dir danken, auch wenn du beim Zubereiten vielleicht die Nase rümpfst.

Innereien-Wochenplan für einen 20-kg-Hund

Innereien machen 15 % der BARF-Ration aus, aufgeteilt in 5 % Leber und 10 % andere Innereien. Bei einem 20-kg-Hund (400 g Tagesration) sind das 20 g Leber und 40 g andere Innereien pro Tag, oder als Wochenplan: Montag 140 g Leber, Mittwoch 140 g Niere, Freitag 140 g Milz oder Herz. Die Verteilung über die Woche verhindert Durchfall, den eine zu große Einzelportion Leber (Vitamin A) auslösen kann.

Rinderherz zählt als Muskelfleisch, nicht als Innerei, es besteht zu 85 % aus Muskelfasern und liefert 12 mg Taurin pro 100 g (wichtig für die Herzgesundheit). Pansen und Blättermagen sind ebenfalls keine Innereien im BARF-Sinne, sondern gehören in die Muskelfleisch-Kategorie. Milz enthält mit 44 mg Eisen pro 100 g den höchsten Eisengehalt aller Innereien, bei eisenempfindlichen Hunden (z. B. nach Eisenspeicherkrankheit) die Milz durch Lunge ersetzen, die nur 6 mg Eisen pro 100 g enthält.

Hühnerleber ist mit 13.000 µg Vitamin A pro 100 g die Vitamin-A-reichste Innerei. Bei täglicher Fütterung von 50 g Hühnerleber nimmt ein 20-kg-Hund 6.500 µg Vitamin A auf, das liegt deutlich über dem Tagesbedarf von 1.500 µg. Deshalb Leber maximal 2 bis 3 Mal pro Woche füttern und die Wochenration auf diese Tage verteilen statt täglich kleine Mengen zu geben. Rinderleber enthält 4.900 µg Vitamin A pro 100 g und ist damit besser dosierbar als Hühnerleber.

Nierenfleisch enthält mit 5 mg Selen pro 100 g den höchsten Selengehalt aller Innereien. Selen ist ein wichtiges Antioxidans und unterstützt die Schilddrüsenfunktion. Der Tagesbedarf eines 20-kg-Hundes liegt bei 20 µg Selen, 30 g Niere pro Tag decken diesen Bedarf vollständig.

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Veröffentlicht durch die BARFguide-Redaktion. Veröffentlicht am 10. Juli 2026.

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